Jahr 2002

Schweden: Abisko - Nikkaluokta

24. Juli - 3. August, Barbara Pabst und Oliver Beihammer
Karte: Fjällkartan Abisko-Kebnekaise-Narvik BD6 (S) 1:100 000

(1) Abisko (Zelt) - Abiskojaurestugorna - Grenze/Abisko Nationalpark (Zelt).
(2) Grenze/Abisko Nationalpark (Zelt) - Rovvidievva - Snárapjávri (Zelt).
(3) Snárapjávri (Zelt) - Unna Allakasstugorna - Čaihnajohka (Zelt).
(4) Čaihnajohka (Zelt) - Caihnavaggehytta - Gautelishytta (Zelt).
(5) Gautelishytta (Zelt).
(6) Gautelishytta (Zelt) - Vuolip Čoarvejávri - Hukejaurestugan (Zelt).
(7) Hukejaurestugan (Zelt) - Čuhčavaggi (Zelt).
(8) Čuhčavaggi (Zelt) - Kuoperjåkka - Siŋŋijohka (Zelt).
(9) Siŋŋijohka (Zelt) - Dag Hammarskiöldsleden - Kebnekaise fjällstation (Zelt).
(10) Kebnekaise fjällstation (Zelt).
(11) Kebnekaise fjällstation (Zelt) - Láddjujávri - Nikkaluokta (Zelt).

Dieser Weg war meine erste Wanderung im Norden Skandinaviens zusammen mit Barbara. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Dezember 2017) weiß ich nicht, ob Barbara je wieder in das Land über dem Polarkreis gereist ist. Vielleicht war es für sie das letzte Mal. Für mich war es der Anfang einer großartigen Bekanntschaft mit dem weiten Land und den Leuten im nördlichsten Teil Europas. Seither habe ich viele Reisen dorthin unternommen, was mein Leben nachhaltig verändert und bereichert hat. Ich habe dort eine zweite Heimat gefunden.
Als wir am siebten Tag unserer Tour der Wintermarkierung durch das Čuhčavaggi in Richtung Kebnekaise folgten, träumte ich davon, hier einmal im Winter mit Schiern unterwegs zu sein. Zu damaligen Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich über die Jahre auf vielen Wintertouren in Lappland tausende von Kilometern mit Schiern und Schlitten zurücklegen würde.
Gegen Ende unserer Wanderung hätte ich gerne trotz der starken Bewölkung an diesem Tag von der Kebnekaise Fjällstation aus den Kebnekaise bestiegen. Da es außerdem ziemlich kühl war und ich keine Handschuhe dabei hatte, verschob ich jedoch die Besteigung des Berges auf ein anderes Mal.
Als wir in Nikkaluokta eintrafen, kam ich auch zum ersten Mal mit der samischen Kultur in Berührung, die dort auf verschiedene Weise gegenwärtig ist.


- Bleistiftskizze vom Gerüst einer samischen Kote, Nikkaluokta, August 2002 -


Norwegen/Hinnøya: Trondenes kirke - Innerfjorden

7. - 12. August, Barbara Pabst und Oliver Beihammer
Karte: Turkart Vesteralen-Hinnøya (N) 1:100 000

(1) Trondenes kirke - Harstad - Middagsfjellet - Korsdalsvatnet (Zelt).
(2) Korsdalsvatnet (Zelt) - Langvatnet - Litlebakka (Zelt).
(3) Litlebakka (Zelt) - Bjørnhaugen - Tverrelvtindan (Zelt).
(4) Tverrelvtindan (Zelt) - Isvatnet - Haakonsbu (Zelt).
(5) Haakonsbu (Zelt) - Storvatnet - Toralfsbu (Schlafsack).
(6) Toralfsbu (Schlafsack) - Svartvatnet - Innerfjorden.

Am dritten Tag unserer Wanderung durch die Insel Hinnøya verließen wir an der Straße bei Bjørnhaugen den markierten Weg. Bei Nebel und gelegentlich leichtem Regen wanderten wir über die Hochfläche nördlich des Kongsvikdalen und zelteten schließlich an einem namenlosen See unter dem Tverrelvtindan. Am nächsten Morgen machte der dichte Nebel bald strahlendem Sonnenschein Platz und die großartige Bergkulisse (Tverrelvtindan, Tverrtindan, Storsteinsfjellet) wurde langsam sichtbar. Dieser Morgen und der weitere Weg zur Haakonsbu durch die wunderbare Landschaft von Hinnøya sind die Eindrücke dieser Wanderung, die mir über die Jahre am stärksten in Erinnerung geblieben sind.
Die letzte klare Nacht verbrachten wir im Schlafsack auf der Terrasse der Toralfsbu und wurden von einer großen Rentierherde geweckt, die in der hellen Nacht ganz in der Nähe vorbeizog.

 

21. Dezember 2017          oliver beihammer