Jahr 2003

Norwegen/Rondane Nationalpark: Venabu - Parkplatz/Fjellheimkafe

9. - 18. April, Wolfgang Freinberger und Oliver Beihammer
Karten: Turkart Rondane Nord (N) 1:50 000, Turkart Rondane Sør (N) 1:50 000

(1) Venabu (Zelt) - Punkt 1379/store Ramshøgda - Østkjølen grunneigarlag (Zelt).
(2) Østkjølen grunneigarlag (Zelt) - Vulufjell fjellstyre - Steindalen/Skjerdalen (Zelt).
(3) Steindalen/Skjerdalen (Zelt) - Bjørnhollia - Illmanndalen (Zelt).
(4) Illmanndalen (Zelt) - Rondvassbu (Zelt).
(5) Rondvassbu (Zelt) - Storronden 2178 - Rondvassbu (Zelt).
(6) Rondvassbu (Zelt) - Fremre Illmannhøe 1602 - Simlepiggen 1721 - Rondvassbu (Zelt).
(7) Rondvassbu (Zelt) - Rondvassdalen - Døralsvatnet (Zelt).
(8) Doralsvatnet (Zelt) – Djupdalen – Storrvatnet (Zelt).
(9) Storrvatnet (Zelt) – Haverdalsæter – Storrvatnet (Zelt).
(10) Storrvatnet (Zelt) – Persbekken – Parkplatz/Fjellheimkafe.

Für unsere erste Wintertour in Norwegen waren wir insgesamt drei Wochen unterwegs. Wir reisten von Salzburg mit der Bahn an und unterbrachen die Fahrt in Lillehammer, um bei Fjellpulken die Pulkas abzuholen, die ich dort vorher bestellt hatte. In Ringebu war im Tal der Schnee bereits geschmolzen und wir hatten das Glück, dass uns ein einheimischer Norweger mit all unserer Ausrüstung im Auto ins höher gelegene Venabu brachte, wo wir bei guten Bedingungen mit Schiern und Schlitten starten konnten. Nach Beendigung unserer Schitour verbrachten wir noch zwei Tage in Otta und konnten am Ostersonntag dem Gottesdienst in der Stabkirche von Vågåmo beiwohnen. Die abschließenden drei Tage in Oslo waren mit Museumsbesuchen in Bygdøy ausgefüllt.
Im Rondane verwendeten wir das erste Mal Pulkas und hatten damit keine Schwierigkeiten. Wir trugen Plastik-Schalenschuhe (Dynafit) zum Schnüren und benutzten Tourenschier mit Silvretta-Bindungen. Im Vergleich zu den Norwegern war unsere Ausrüstung etwas klobig, was sich jedoch bei den Aufstiegen rund um die Rondvassbu als Vorteil erwies. Die steinigen Berge des Rondane waren von nur wenig Schnee bedeckt und die Schiabfahrten unter diesen Bedingungen mit Vorsicht zu geniessen. Bei der Abfahrt vom Storronden stürzte ich und hatte das Glück, dass ich mit dem Gesicht in den Schnee eintauchte und nicht auf einen der vielen Steine fiel.
Am Tag nach der Besteigung des Storronden unternahm Wolfgang alleine eine Schitour auf den Veslesmeden, während ich mich mit zwei niedrigeren Erhebungen südöstlich unseres Zeltplatzes zufrieden gab.  


Schweden, Norwegen/Øvre Dividal Nationalpark: Björkliden - Frihetsli

28. August - 6. September, Oliver Beihammer
Karte: Turkart Indre Troms (N) 1:100 000

(1) Björkliden - Tornehamn (Zelt).
(2) Tornehamn (Zelt) - Pålnostugan - Lappjordhytta - Lullehačårro (Zelt).
(3) Lullehačårro (Zelt) - Láirevággi - Salvvasvággi (Zelt).
(4) Salvvasvággi (Zelt) - Innset/Huskyfarm (Zelt).
(5) Innset/Huskyfarm (Zelt) - Koievasselva - Gaskashytta (Zelt).
(6) Gaskashytta (Zelt) - Gaskasvággi - Vuomahytta (Zelt).
(7) Vuomahytta (Zelt) - Blåfjellet - Vuomahytta (Zelt).
(8) Vuomahytta (Zelt) - Anjavassdalen - Dividalshytta (Zelt).
(9) Dividalshytta (Zelt) - Jierttašalbmi - Dividalen (Zelt).
(10) Dividalen (Zelt) - Frihetsli.

Bei dieser Wanderung in den norwegischen Øvre Dividal Nationalpark hatte ich in der fortgeschrittenen Jahreszeit viel mit schlechtem Wetter zu kämpfen. Über die ganzen zehn Tage verteilt, gab es nur wenige sonnige Stunden und auf den Passhöhen fiel der Niederschlag schon als Schnee. Sowohl bei der Tour auf den Blåfjellet (von der Vuomahytta) als auch bei der Tour auf die Jerta (von der Dividalshytta) kehrte ich wegen Regen, Wind und schlechter Sicht unterhalb des Gipfels um. Trotz des wechselhaften Wetters habe ich den Øvre Dividal in den Jahren seit 2003 im Sommer wie im Winter noch einige Male besucht, weil einige Landstriche in diesem Gebiet von großer Schönheit sind.
Am zweiten Tag traf ich auf der norwegischen Lappjordhytta eine Gruppe von 17 Finnen, die - wie ich später erfuhr - zum Großteil aus Oulu stammten. Die Gruppe wanderte in der gleichen Richtung wie ich zum Dividalen. Nachdem ich mich - vor allem wegen des schlechten Wetters - entschieden hatte, meine Wanderung in Frihetsli zu beenden, konnte ich mit der finnischen Gruppe bis Kilpisjärvi mit dem Bus mitfahren. Bei dieser Gelegenheit lernte ich Eevi Paavola kennen, die mich einlud, sie und ihre Familie einmal in Oulu zu besuchen. Ein Jahr später - im Sommer 2004 - kam ich dieser Einladung nach und lernte in Finnland Eeva Kaisa kennen, die mich seither durchs Leben und auf vielen meiner Wanderungen begleitet. Als ich an diesem Tag Ende August 2003 auf der Lappjordhytta die Finnen aus Oulu zum ersten Mal sah, hatte ich von all diesen Dingen allerdings noch nicht die geringste Ahnung ...


Norwegen/Dovrefjell Nationalpark: Hjerkinn/Eysteinkyrkja - Straße 70

11. - 15. September, Oliver Beihammer
Karte: Turkart Dovrefjell (N) 1:100 000

(1) Hjerkinn/Eysteinkyrkja (Zelt) - Grønbakken - Reinheim (Zelt).
(2) Reinheim (Zelt) - Snøhetta/Stortoppen 2286 - Reinheim (Zelt).
(3) Reinheim (Zelt) - Amotdalshytta - Urdvassbekken - Pilbua (Zelt).
(4) Pilbua (Zelt) - Dindalshytta - Nerholsætra (Zelt).
(5) Nerholsætra (Zelt) - Straße 70.

Nach zwei Tagen Aufenthalt in Trondheim, in denen ich unter anderem den Nidaros-Dom und das dazugehörige Museum besuchte, fuhr ich mit der Bahn nach Hjerkinn, wo ich eine geruhsame Nacht neben der schönen Eysteinkyrkja verbrachte. Am nächsten Tag wanderte ich auf dem Pilegrimsleden nach Grønbakken und zweigte dann von dort in Stroplsjødalen Richtung Reinheim ab. Als ich einige Kilometer vor der Hütte eine Rast einlegte, sah ich das erste Mal eine Gruppe von Moschusochsen, von denen ich bereits wusste, dass es diese Tiere im Dovrefjell gibt.
Am folgenden Tag war trotz der ungünstigen Wettervorhersage der Gipfel der Snøhetta noch frei von Wolken. Bereits um 7.45 Uhr (für meine Verhältnisse sehr früh!) machte ich mich auf den Weg nach oben und folgte dabei den Markierungsstangen, die von Osten auf den Gipfel führen. Den größten Teil des Aufstieges konnte ich in der Ferne noch die benachbarten Berge des Rondane erkennen, die ich bereits von der Schitour zusammen mit Wolfgang im Frühjahr kannte. Als ich mich dem Gipfel der Snøhetta näherte, hatte sich dieser bereits in Wolken gehüllt. Als ich schließlich dort anlangte, war in dem dichten Nebel außer dem braunen Holzhaus der dort befindlichen meteorologischen Station nichts mehr zu sehen. Alles war von einer eisgrauen Reifschicht überzogen und wegen der niedrigen Temperatur machte ich mich bald wieder an den Abstieg. Als ich mich am früheren Nachmittag wieder dem Zelt näherte, begann es zu regnen und am Nachmittag bis in die Nacht hinein schüttete es wie aus Kübeln.
Als ich am nächsten Morgen aus dem Zelt sah, hatte sich das schlechte Wetter zu meinem Erstaunen wieder verzogen und ich wanderte bei wolkenlosem Himmel und angenehmen Temperaturen weiter zur Amotdalshytta.

 

25. Dezember 2017          oliver beihammer